Die Geschichte

Die Gründungsmitglieder

Es begab sich vor geraumer Zeit, in jenen dunklen Tagen am Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts (um genauer zu sein am 7.5.1982), da trafen sich 15 unerschrockene Gestalten und machten es sich zur Aufgabe, den Erhalt der alemannischen Fasnacht in Oberalpfen zu sichern. Da sie von Natur aus wild waren, gründeten sie einen ihrer Veranlagung entsprechenden Verein mit dem Namen „Leiterbachpiraten Oberalpfen“ und leiteten damit eine neue Ära der oberalpfener Fasnacht ein.

 

Unter der Führung des schon bald in allen sieben Fasnachtsmeeren gefürchteten Kapitäns Jürgen Schroff begann der Verein zu wachsen. Schon von weitem erkannte man die wilde Meute an ihrem grün schimmernden Häs und jeder, der es sah, wusste was geschehen würde. Denn um ihrem Zweck gerecht zu werden veranstalteten die Leiterbachpiraten schon in ihrem ersten Jahr die traditionellen Aktivitäten wie das Wecken, die Dorfumzüge, das Fasnachtsfeuer und ihren Bunten Showabend, welcher im ersten Jahr im Wirtshaus Adler stattfand. Zusätzlich zu ihren satzungsmäßigen Aktivitäten gingen die Piraten auch an einigen Orten in der Region an Land, um durch Unterhaltung die traditionelle Fasnacht auch dort zu verbreiten.

Damengarde

Entgegen vieler Meinungen bestand der Verein nicht wie ein gewöhnlicher Haufen Piraten nur aus Männern. Eine solche Truppe starker und wilder Kerle zog verständlicherweise auch die hübschesten und aufreizendsten Frauen der Umgebung an. Diese formierten sich zur Tanzgarde und sind seither ein fester Bestandteil der Leiterbachpiraten.

 

Im zweiten Jahr musste der Bunte Showabend aus Platzgründen in die größere Bächle-Bus-Halle verlegt werden und zahlreiche Zuschauer konnten dort das fasnächtliche Treiben der Leiterbachpiraten verfolgen. Da in den folgenden Jahren das Interesse an den Bunten Showabenden der Leiterbachpiraten weiter wuchs, entschied man sich nach einigen weiteren Jahren in die Leiterbachhalle nach Unteralpfen zu ziehen und das Programm an zwei aufeinander folgenden Abenden aufzuführen. Der Bunte Showabend weckte jedes Jahr die Begeisterung der Zuschauer und wurde so zu einem Aushängeschild der Piraten.

 

Guggenmusik "Leiterbachbloderi"

Aber nicht nur der Bunte Showabend wurde erweitert. Auch an der Dorffasnacht, dem eigentlichen Jagdrevier der Leiterbachpiraten, wurde kräftig gearbeitet. Der Kehr-Aus-Ball, der Kinder-Showmittag und der Traatsch-Abend sind einige über die Jahre von den Leiterbachpiraten ins Leben gerufene Fasnachtsveranstaltungen.

Ebenfalls wurde das Einflussgebiet in der Region erweitert. Regelmäßig wurde das Stadtfest in Waldshut geentert, zeitweise mit einem eigenen Stand, später auch mit Auftritten und außerdem nahm man an vielen Umzügen teil. Da es immer hieß, die Leiterbachpiraten würden „mit Pauken und Trompeten“ auftreten, nahm man dies zum Anstoß und zog einige Jahre lang auch als Guggenmusik „Leiterbachbloderi“ durch die Region.

Da die Aufgabe, den Haufen wilder Piraten zu führen und mit ihnen plündernd durch die Fasnacht zu ziehen, zu starkem körperlichem Verschleiß führen kann, war es unvermeidlich, dass im Laufe der Jahre Wechsel beim Posten des Kapitäns anstanden. Nach sechs Jahren an der Spitze des Vereins übergab Jürgen Schroff den Posten an seinen Nachfolger Martin Siebold, der den Verein schon seit Beginn unterstützte und ihn daher gut kannte. Dieser führte den Verein weitere zehn Jahre bis dann im Jahre 1998 der aufstrebende Pirat Manfred Butz das ehrenvolle Amt, welches Bekanntheit in der gesamten Fasnachtswelt verspricht, übernahm und bis zum heutigen Tage innehat.

Vereinsinsignien

Da die Wahl eines neuen Kapitäns immer auch Neuerungen mit sich bringt, wurde eines Tages beschlossen, das grüne Häs abzulegen und es jedem selbst zu überlassen sich zu verkleiden. Erkennbar sind die gefürchteten Piraten dennoch durch ihren Vereinsorden, ihr Vereinswappen und den Totenkopf.

 

Weiterhin wurden in der Ära der Leiterbachpiraten Jubiläen gefeiert und fasnächtliche und außerfasnächtliche Aktionen durchgeführt, wie Aktion Schmudo oder Lovepoint, über die separat in den Kategorien Aktivitäten und Highlights berichtet werden soll.

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© Philipp Müller